Judith Jarvis Thomson: Das Trolley-Problem

 

Mit einem Kommentar von Adriano Mannino und Nikil Mukerji

Ein unscheinbarer Aufsatz mit dem Titel "The Trolley Problem" aus dem Jahr 1985 beschäftigt uns bis heute: Angenommen, ein Mensch muss sich entscheiden, ob er eine Straßenbahn ("Trolley") geradeaus fahren lässt, so dass sie fünf Gleisarbeiter tötet, oder ob er sie auf einen anderen Arbeiter umlenkt. Welche Entscheidung wäre zulässig, und weshalb? Die Frage deutet auf ethische Grundprobleme hin, die im Zeitalter der Maschinenethik – etwa beim autonomen Fahren – ganz neue Aktualität gewinnen. Auch wenn in Zeiten einer Pandemie medizinische Ressourcen knapp werden und nicht mehr alle Patienten behandelt werden können oder wenn Terroristen Passagierflugzeuge entführen und ein Abschuss möglich wäre, drängen sich diese Probleme auf.

Leseprobe

Inhalt

The Trolley Problem / Das Trolley-Problem

Kapitel I 6

Kapitel II 12

Kapitel III 22

Kapitel IV 30

Kapitel V 40

Kapitel VI 52

Kapitel VII 62

Kapitel VIII 70

Kapitel IX 78

Kapitel X 80

Zu dieser Ausgabe 93

Literaturhinweise 94

Nachwort: Das Trolley-Problem: Ein mehrgleisiger Lösungsversuch 99

1 Zum Ursprung des Trolley-Problems 99

2 Überzeugt Thomsons Lösung? 109

3 Thomsons Methode: Trolley-Fälle als Weg zur

moralischen Erkenntnis? 126

4 Thomsons Trolley-Wende 140

Zur Autorin 165

Zur Reihe "Great Papers Philosophie"

Die Reihe »Great Papers Philosophie« bietet bahnbrechende Aufsätze der Philosophie:
- Eine zeichengenaue, zitierfähige Wiedergabe des Textes (links das fremdsprachige Original, rechts eine neue Übersetzung).
- Eine philosophiegeschichtliche Einordnung: Wie dachte man früher über das Problem? Welche Veränderung bewirkte der Aufsatz? Wie denkt man heute darüber?
- Eine Analyse des Textes bzw. eine Rekonstruktion seiner Argumentationsstruktur, gefolgt von einem Abschnitt über die Autorin / den Autor sowie ein kommentiertes Literaturverzeichnis.